HRV Diagnoseverfahren

"Wenn der Herzschlag so regelmäßig wie das Klopfen des Spechts oder das Tröpfeln des Regens auf dem Dach wird, wird der Patient innerhalb von vier Tagen sterben."
analysierte der chinesische Arzt Wang Shuhe

Bedeutung: engl. Heart (Herz), Rate (Wiederholrate), Variability (Schwankung), ungleichmässiger Herzschlagrythmus

HRV Diagnoseverfahren

Beobachtungen zum Phänomen der HRV reichen über 1.700 Jahre zurück. Damals analysierte der chinesische Arzt Wang Shuhe in seinen Schriften verschiedene Puls-Typen und beschrieb ihre klinische Bedeutung. Der chinesische Gelehrte hatte erkannt, dass ein variabler Herzschlag Zeichen von Gesundheit ist.

Quelle: www.hrv24.de

Als Herzfrequenzvariabilität oder Herzratenvariabilität (HRV) wird die Fähigkeit von Mensch und Säugetier bezeichnet, den Herzschlagrhythmus den Umständen entsprechend zu variieren. Selbst im Schlaf treten spontan zeitliche Abweichungen zwischen den Herzschlägen auf.

Ein gesunder Organismus passt die Herzschlagrate beständig an momentane Erfordernisse an. Körperliche Belastung aber auch psychische Anspannung hat bekanntlich in der Regel eine Erhöhung der Herzfrequenz zur Folge, bei Entlastung und Entspannung sinkt diese normalerweise wieder. Je grösser die Unterschiede sind, desto höher die Anpassungsfähigkeit an Belastungen. Unter chronischer Stressbelastung und damit beständig hoher Anspannung, ist die natürliche Variabilität mehr oder weniger eingeschränkt.

Die Herzratenvariabilität hat ihren Ursprung im vegetativen Nervensystem, dadurch lassen sich die Krankheiten erkennen, bei denen es zu Auswirkungen auf den Herzschlag kommt. So z.B. die diabetische Neuropathie, sie schädigt direkt das Nervensystem, eine andere ist die koronare Herzkrankheit, auch Traumata und Sepsis lassen sich diagnostizieren. Selbst psychische Erkrankungen beeinflussen über eine Erhöhung des Katecholaminspiegels und die Sympathikusaktivierung erkennbar die Herzaktivität; die HRV kann daher auch im Bereich der Neuropsychiatrie diagnostisch angewandt werden.